Donnerstag, 6. November 2014

12-Die Wanderung-Möckl`sche Version


 
01.11.2014, eine Höhenwanderung – einmal durch die Hölle bis nach Sougia

 

Kurze Absprache mit P&D zu heutigen Verfahrensweise. Petra hat starke bedenken ob sie die Wanderung durchhält. Ich auch! Trotzdem, ich will!!!

Dieter wird gemeinsam mit Petra unser WOMO nach Sougio bringen. Sie starten von dort und wir von Paleochora.

10:00 Uhr Start am Anfang an einer staubigen Schotterpiste.
eine Stunde Schotterpiste
 
Nach gut einer Stunde erreichen wir Sandy Beach, die letzte Versorgungsmöglichkeit vor dem Berg.
Sandy Beach

Ein interessanter Pool bei Sandy Beaqch
 
Wir folgen den Gelb/Schwarzen Markierungen. Es geht munter rauf runter über unebenen Untergrund. Kurz vor dem Aufstieg gibt es noch eine kleine Badebucht. Ich hätte gut Lust zum Baden. Aber wir wollen die Wanderung komplett schaffen. Also weiter. Der Anstieg ist steil und es bläst ein starker Wind. Der Pfad ist schmal und Angelika hangelt sich ängstlich an der Felswand entlang. Nach ca. 200 Höhenmetern haben wir es zunächst geschafft, haben den Kamm des Krokodils, so nennen die Einheimischen Berg, erreicht und sind bereits 4,5 h unterwegs. Von P&D ist weit und breit nichts zu sehen. Wir durch wandern die Hochebene und genießen die An- und Aussichten.

Auf steinigem Wege nach oben

Selfi von geschafften Wanderern

Eine Landschaft zum Verlieben
Der Abstieg nach Lissos ist mit Steinmännchen und gelbschwarzen Punkten, Kringel und Pfeilen markiert, so dass Verlaufen beinahe nicht möglich ist.

Kurz vor dem Abstieg nach Lissos treffen wir auf P&D im Wald. Da sind wir bereits über 5 h Stunden unterwegs und ich stelle mir die Frage wie sie das noch im Tageslicht schaffen wollen. Kurzer Plausch und jeder geht weiter. Nun wird es heftig. Abwärts über schmalste Pfade, mehr rutschend und Halt suchend, hangeln wir und den Berg hinab.

Olivenbaum unten in der Lissos-Ebene

Lola´s Lieblingsfeinde
Ziegen säumen unseren Weg welche Lola zu heftigsten Reaktionen animieren. Lola kläfft eine im Weg stehende Ziege an, diese senkt den Kopf und kracht mit Wucht auf Lolas Kopf, was diese nicht erschüttert und wieder zum Angriff auf diese Zicke geht, während diese wieder mit gesenktem Kopf ebenfalls zu Angriff übergeht. Um unseren kampferprobten, mutigen Hund zu schützen ziehe ich an der Leine und bringe meinen „Helden“ in Sicherheit und vertreibe die Ziege.

In Lissos, einem scheinbar restlos verlassenem Dorf, verlaufen wir uns kurzzeitig, finden aber den Weg aus der Tiefebene. Nun noch mal den Berg entlang einer Ausgrabungsstelle über steilste Pfade mit hohen Stufen hinauf. Wir sind ausgelaugt! Am Bergkamm ist die griechische Fahne an den Fels gemalt.
An der senkrechten Wand in Serpentinen steil nach oben

Hochebene
 
Wir vermuten, dass wir dort hin müssen. Wir müssen! Nach einer weiteren gut halben Stunde sind wir auf der Hochebene vor Sougia. Der Weg über die Hochebene ist mit seltsam ausgewaschenen Steinen übersät, was das Laufen nicht einfacher macht. Es dämmert als wir vor dem Abstieg in die Schlucht stehen.
 
Den Grund der Schlucht erreichen wir als es bereits dunkel ist. Im diffusen Licht des Mondes stolpern wir durch den Grund über hohe Stufen abwärts, nicht wissend wie lange der „Spaß“ noch gehen wird. Eine gute halbe Stunde, die Zeit ist geschätzt da es zu dunkel zum Uhr ablesen ist, später blinkt uns der Leuchtturm von Sougia an.
Noch ein paar Meter bis zum Wohnmobil
 
Geschafft! Fast unverletzt, Angelika musste noch ihren obligatorischen Sturz mit Rippenprellung und Abschürfungen hinlegen,  sind wir nach 8 Stunden und 45 Minuten völlig erschöpft in unserem WOMO. Nun noch eine Dusche am Strand, etwas essen, viel trinken und dann liegen wir bereits 20:00 Uhr im Bett. Heftigste Muskelkrämpfe lassen und kurz nach dem Einschlafen wach werden, erst ich, dann Angelika und dann nochmals ich. Um 23:00 Uhr parke ich das Auto wegen des heftigen Sturms um und dann können wir bis 8:00 Uhr  des nächsten Tages schlafen.

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