4.11.2014, Dienstag
Am Vormittag durch das nette Chania bummeln.
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| In der Markthalle von Chania |
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| Chania - eine Bastion der Stadtbefestigung |
Zum Lidl und
dann an den Strand von Marathi, hier standen wir schon vor knapp zwei Wochen
und fanden es für uns ideal.
Alle sieben Katzen kamen nacheinander an und mauzten um die
Wette um Futter und Süßwasser.
5.11.2014, Mittwoch
Bis um 17 Uhr genießen wir den Strand von Marathi, gehen
baden und waschen Handtücher aus.
Die zwei Frauen vom letzten Mal sind wieder zum
ausführlichen Bad da, mit dem Mann vom letzten Mal unterhalte ich mich auch
diesmal wieder. Am Ende der Bucht fährt eine Fähre vorbei, etwas später
schwimmt ein U-Boot in den in der nächsten Bucht liegenden Nato-Hafen ein und
das Kriegsschiff ist ebenfalls wieder auf Erkundungsfahrt.
Auch die Flieger vom
Militärflugplatz sind äußerst aktiv. Wir vermuten: auf Grund der russischen
Aktivitäten herrscht auch hier erhöhte Gefechtsbereitschaft?
Für den Abend haben wir uns per Telefon mit Angelika und
Bernd in den Hafen von Sfakion verabredet.
Zwei Stunden brauchen wir für die 80 km in den Süden Kreta´s. Zum
Schluss, es ist schon lange dunkel, nehmen wir noch ein wanderndes Pärchen die
letzten Kilometer nach Sfakion mit. Wir wissen aus eigener Erfahrung warum. Sie
freuen sich ganz doll.
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| Hafen von Sfakion |
6.11.2014, Donnerstag
Eigentlich wollten wir heute in die Imbros-Schlucht wandern
gehen, verschieben diese Aktion aber auf morgen und gehen lieber an den Strand
zum Baden.
7.11.2014, Freitag
Früh aufstehen und frühstücken, dann ab nach Komitades am
unteren Ende der Imbros-Schlucht.
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| Start zur Wanderung in die Imbros-Schlucht |
Petra hatte gestern und auch heute Schmerzen
im Rippenbereich, unter der linken Brust. Na ja, wenn ich mit beiden Stöcken
wandere, dann wird sich diese „Verspannung“ hoffentlich lösen, meint sie. Die
„Verspannung“ löst sie nicht, im Gegenteil, es wird nicht besser, so dass wir
zwei zurückgehen müssen. Einen Herzinfarkt können wir ausschließen. Eine
Schmerztablette bewirkt das Wunder und es geht ihr besser, aber nicht ganz
schmerzfrei.
Wir fahren weiter nach Frangokastello, finden eine schönen
Strand und ansonsten gähnende Leere aus allen Häusern. Das gefällt uns nicht.
Weiter nach Plakias, einem größeren Touristenort. Hier übernachten wir an der
Strandpromenade.
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| Venizianisches Fort Fragokastello |
8.11.2014, Sonnabend
Mönchskloster Piso Preveli, Preveli Beach mit Palmenhain
Hier in Plakias ist ein langer und breiter Strand. Trotzdem
baden ist heute nicht möglich. Die Wellen bauen sich hoch auf und im Wasser
hören wir die „Rolling Stones“. Große Steine unter Wasser, die beim
Zurückweichen des Wassers aufeinander schlagen und das Geräusch aufeinander
rollender Steine verursachen. Hier hört es sich nach großen Steinen an.
19 km weiter zum Parkplatz am Preveli Beach.
Mehr als 150
Höhenmeter nach unten führt ein gut ausgebauter Wanderweg. Wanderstöcke raus
und ab in die Tiefe. In der Saison erwartet hier unten am Strand eine kleine
Taverne hungrige und durstige Gäste. Heute brennt ein stark rauchendes Feuer am
Strand, das von zwei Männern mit Abgefallenen Ästen, Schilf, Blättern und
sonstigem aufgeharkten Materialien genährt wird.
Ein mit Seilen gekennzeichneter Wanderweg führt in die
Palmenschlucht hinein. Der Megalo Potamos, so heißt der Fluss, mündet hier ins
Meer. Kurz vor dem Meer hat sich ein grünlicher langgezogener See gebildet.
Hier fühlen wir uns wie am Nil, so wie wir es in Filmen gesehen haben.
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| Preveli Beach |
Die unten
breite Schlucht wird immer enger, große Felsbrocken liegen im Flussbett. Das
wiederum erinnert uns an Canyons aus Karl-May-Büchern. Es fehlen nur noch die
Indianer, Old Shatterhand und böse
Gauner. Diese ersetzen wir und andere Wanderfreudige. Ein Paradies unserer
Kindheitsvorstellungen. Zurück zum Strand, das Panorama genießen und dann über
150 Höhenmeter hoch zum Parkplatz.
Das Mönchskloster Piso Preveli liegt vom Parkplatz etwa 2 km
entfernt einsam über der Küste. Es ist in weiten Teilen sehr schön restauriert.
Geldgeber für die Sanierung waren vor allem Spenden von australischen und
neuseeländischen Soldaten, die hier 1941 bei den Mönchen Zuflucht vor den
deutschen Besatzern fanden und von hier ausgeschifft wurden. Die deutsche
Besatzung auf Kreta war grausam, Hinrichtungen, Massenerschießungen, ganze
Dörfer wurden niedergebrannt. Ein ungutes Kapitel deutscher Geschichte.
In der Klosterkirche erleben wir zwei Mönche bei einem
liturgischen Wechselgesang. Beeindruckend.
Auf dem Abhang, auf der Klosterweide, meinen wir die Tiere
der Arche Noah zu sehen: ein Paar Hirsche, Lamas, viele Pfauen, Ziegen, Schafe,
Tauben, Puten, Ponys, Esel und weitere ästen friedlich miteinander und warteten
bestimmt auf den Noah, der sie für seine Arche aussucht.
Auf dem Rückweg kommen wir an einer typisch osmanischen
Brücke vorbei. Ja, auch die Türken haben keine 100 Jahre vorher auf Kreta
grausam geherrscht. Zu allen Zeiten waren die Klöster Zentren des kretischen
Widerstandes.
In Agia Galini finden wir am Hafen einen Platz für die
Nacht.
9.11.2014, Sonntag
Gerade wollen wir mit dem Frühstück beginnen, da kommt ein
Ortspolizist und weist uns daraufhin, dass hier im Hafen nicht campiert werden
darf. Auf einem Verkehrsschild sind Zelte und Wohnwagen durchgestrichen, also verboten. Was soll´s, zusammenpacken und ein paar
Kilometer weiter am Flussufer frühstücken.
Zu den Ausgrabungsstätten Agia Triada und Festos.
Festos / Phaistos war nach Knossos die zweitgrößte minoische
Stadt mit Palast, Wohn-, Handels- und Handwerksvierteln. Phaistos liegt über
der fruchtbaren Messara-Ebene und beherrschte das südliche Mittelkreta. Seit
über 7000 Jahren ist dieser Hügel schon bewohnt. Wie in Knossos wurde Wasser
über Leitungen von weit her gebracht. Das sind aus meiner Sicht unglaubliche
kulturelle und technologische Leistungen, die sich hier seit der Bronzezeit
entwickelt haben. Häuserbau, Städtebau, Wasserleitungsbau, Metallurgie,
Keramikherstellung, dazu die notwendige landwirtschaftliche Infrastruktur für
die Ernährung sowie Nah- und Fernhandel. Hut ab!
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| Fetsos |
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| Gesamte Anlage von Festos |
Agia Triada war seit der Bronzezeit bewohnt und wird auch
als Villa der Könige von Festos bezeichnet. Agia Triada ist ebenfalls eine
minoische Stadt mit Palast, Wohn-, Arbeits- und Handelsviertel, nur viel
kleiner.
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| Agia Triada, nach dieser Kirche ist das ganze Ausgrabungsgelände benannt |
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| In dem Kirchlein |
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| Auch hier wurden mit Beton die Holzbalken nachempfunden |
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| Wasserleitungen in Agia Triada |
Nach so viel Input zieht es uns ans Meer. 15 km weiter liegt
Matala. Hier wohnten in den 1960-Jahren Blumenkinder in den in die Felswand
gehauenen Grabkammern aus römischer Zeit. Hier wird das Image der Hippies
gepflegt. Ein bunt bemalter VW-Bulli empfängt alle Besucher an der Zufahrt zum
Parkplatz. Da muss man sofort fotografieren.
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| Hippiemobil |
Fast alle Kneipen erinnern an die
Hippies. Hier ist alles irgendwie Flower-Power. Jüngere und ältere Langhaarige
fühlen sich hier offensichtlich wohl.
Ich bedaure, dass mir meine Haare abhandengekommen sind.
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| In der Wand bestatteten die Römer ihre Toten. In den 1960-Jahren campierten hier die Blumenkinder. |