Unser Ziel für diesen Herbst war Südostanatolien. Wir
wollten ins biblische Paradies an Euphrat und Tigris, in die Stadt Abrahams
nach Urfa und Harran. Vorher sollte es an der Schwarzmeerküste entlang bis kurz
vor Georgien gehen. Anschließend in Richtung Süden am Ararat und Van-See
entlag. Der Nemrut Dag mit dem Grab von König Antiocha sollte ein weiterer
Höhepunkt sein.
Die politische Entwicklung im Nahen Osten ist leider
so, dass wir nicht dorthin fahren können. IS
oder ISIS im Irak und Syrien,
Kämpfe fast direkt an der türkischen Grenze, 1,5 Millionen Flüchtlinge sind in
den letzten Jahren aus Syrien und dem Irak in die Türkei gekommen. Jetzt aktuell
kommen jeden Tag bis zu 10 000 neue Flüchtlinge über die Grenze. Schade, aber
es wäre nicht gut dort jetzt hin zu fahren.
Wenn nicht ins biblische Paradies, dann eben in ein
anderes Paradies, nach Kreta. Im ADAC – Reiseführer steht, dass Oktober und
November die besten Reisemonate sind. Angelika und Bernd waren vor einem Jahr
dort und fahren sehr gern wieder dorthin.
Vorher ist noch der Berlin-Marathon zu Inlinern. Und
dann soll es am Sonntag los gehen.
26.09.2014, Freitag
Abfahrt 11.05 Uhr bei Kilometerstand 31 537
13°C, Nieselregen
Nach Berlin in die Nähe vom Hauptbahnhof. Hier
nachsehen, ob wir hier am Sonnabend parken können. Alexanderufer, direkt unter
der Eisenbahnbrücke vom Hauptbahnhof. Hier wird ein Bürogebäude errichtet,
Bauarbeiterfahrzeuge und noch Platz für uns. Morgen ist die Situation
wahrscheinlich noch besser.
Weiter zur Anmeldung für den Berlin-Marathon
Inlineskating und dann zu unserer Tochter Evi mit Willi und Thomas.
27.09.2014, Sonnabend
Nach dem Frühstück fahren wir zum Britzer Garten.
Dieser ist von 1978 bis 1985 als Parklandschaft für die Bundesgartenschau 1985
gestaltet worden. Für 3€ Eintritt kann man dort seinen Tag in einer wunderbaren
Umgebung verbringen. Auf den Wiesen wird Kindergeburtstag gefeiert, rumgetobt
und der Tag genossen. Eine Oase der Ruhe, von der Großstadt Berlin hört und
sieht man nichts. (Am nördlichen Eingang sind Parkplätze).
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| Im Britzer Garten |
Gegen halb zwei sind wir auf unserem Parkplatz am
Alexanderufer. Mit den Inlinern rolle ich am Kanzleramt vorbei zur
Kleiderabgabe und dann zum Start. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng,
durchsichtiger Kleiderbeutel, Einlasskontrolle, im Zielbereich bewachte
Abfallcontainer.
Und jetzt 42 Kilometer durch Berlin. Bestes Wetter,
tolle Zuschauer, entspannte Inlineskater, am Straßenrand wird getrommelt und
mit Töpfen Krach gemacht.
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| Der Held vor dem Start |
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| ^Renate, Petra, Dieter und Bernhard nach dem Marathon |
Die Straßen in
dieser Stadt, in der an allen Ecken gebaut wird, sind nicht ganz so gut: tiefe
Spurrinnen, grisseliger Asfalt, gut gekennzeichnete Schlaglöcher und manchmal
guter Rollbelag. Über 5000 Skater sind auf der Strecke, einer davon ich und
weitere fünf in meinem Express, an den ich mich ranhänge. Für mich gibt es eine
brenzlige Situation, eine junge Frau fährt mir in die Füße und ich schaffe es,
mich mit unglaublicher Körperbeherschung bzw. einer gehörigen Portion
Glück auf den Beine zu halten. Die junge
Dame ist froh und erst recht ich. Meine Gruppe ist einen Tick zu langsam, so
dass ich die angepeilten „unter zwei Stunden“ knapp mit 2 Stunden und 2 Minuten
verfehle. Trotzdem, ich bin stolz, meinen 13. Berlin-Marathon geschafft zu
haben.
Kleiderbeutel holen, duschen und dann zum
Brandenburger Tor wo schon Petra und Bernhard mit Renate warten. Ein Bier, ne
Wurst und dann gut geschlafen.



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