Mittwoch, 17. Dezember 2014

Herbst2014-01 Berlin-Marathon; Britzer Garten


Unser Ziel für diesen Herbst war Südostanatolien. Wir wollten ins biblische Paradies an Euphrat und Tigris, in die Stadt Abrahams nach Urfa und Harran. Vorher sollte es an der Schwarzmeerküste entlang bis kurz vor Georgien gehen. Anschließend in Richtung Süden am Ararat und Van-See entlag. Der Nemrut Dag mit dem Grab von König Antiocha sollte ein weiterer Höhepunkt sein.

Die politische Entwicklung im Nahen Osten ist leider so, dass wir nicht dorthin fahren können. IS  oder ISIS  im Irak und Syrien, Kämpfe fast direkt an der türkischen Grenze, 1,5 Millionen Flüchtlinge sind in den letzten Jahren aus Syrien und dem Irak in die Türkei gekommen. Jetzt aktuell kommen jeden Tag bis zu 10 000 neue Flüchtlinge über die Grenze. Schade, aber es wäre nicht gut dort jetzt hin zu fahren.

Wenn nicht ins biblische Paradies, dann eben in ein anderes Paradies, nach Kreta. Im ADAC – Reiseführer steht, dass Oktober und November die besten Reisemonate sind. Angelika und Bernd waren vor einem Jahr dort und fahren sehr gern wieder dorthin.

Vorher ist noch der Berlin-Marathon zu Inlinern. Und dann soll es am Sonntag los gehen.


26.09.2014, Freitag

Abfahrt 11.05 Uhr bei Kilometerstand 31 537

13°C, Nieselregen

Nach Berlin in die Nähe vom Hauptbahnhof. Hier nachsehen, ob wir hier am Sonnabend parken können. Alexanderufer, direkt unter der Eisenbahnbrücke vom Hauptbahnhof. Hier wird ein Bürogebäude errichtet, Bauarbeiterfahrzeuge und noch Platz für uns. Morgen ist die Situation wahrscheinlich noch besser.

Weiter zur Anmeldung für den Berlin-Marathon Inlineskating und dann zu unserer Tochter Evi mit Willi und Thomas.


27.09.2014, Sonnabend

Nach dem Frühstück fahren wir zum Britzer Garten. Dieser ist von 1978 bis 1985 als Parklandschaft für die Bundesgartenschau 1985 gestaltet worden. Für 3€ Eintritt kann man dort seinen Tag in einer wunderbaren Umgebung verbringen. Auf den Wiesen wird Kindergeburtstag gefeiert, rumgetobt und der Tag genossen. Eine Oase der Ruhe, von der Großstadt Berlin hört und sieht man nichts. (Am nördlichen Eingang sind Parkplätze).

Im Britzer Garten


Gegen halb zwei sind wir auf unserem Parkplatz am Alexanderufer. Mit den Inlinern rolle ich am Kanzleramt vorbei zur Kleiderabgabe und dann zum Start. Die Sicherheitsvorkehrungen sind streng, durchsichtiger Kleiderbeutel, Einlasskontrolle, im Zielbereich bewachte Abfallcontainer.

Und jetzt 42 Kilometer durch Berlin. Bestes Wetter, tolle Zuschauer, entspannte Inlineskater, am Straßenrand wird getrommelt und mit Töpfen Krach gemacht. 
Der Held vor dem Start

^Renate, Petra, Dieter und Bernhard nach dem Marathon
Die Straßen in dieser Stadt, in der an allen Ecken gebaut wird, sind nicht ganz so gut: tiefe Spurrinnen, grisseliger Asfalt, gut gekennzeichnete Schlaglöcher und manchmal guter Rollbelag. Über 5000 Skater sind auf der Strecke, einer davon ich und weitere fünf in meinem Express, an den ich mich ranhänge. Für mich gibt es eine brenzlige Situation, eine junge Frau fährt mir in die Füße und ich schaffe es, mich mit unglaublicher Körperbeherschung bzw. einer gehörigen Portion Glück  auf den Beine zu halten. Die junge Dame ist froh und erst recht ich. Meine Gruppe ist einen Tick zu langsam, so dass ich die angepeilten „unter zwei Stunden“ knapp mit 2 Stunden und 2 Minuten verfehle. Trotzdem, ich bin stolz, meinen 13. Berlin-Marathon geschafft zu haben.

Kleiderbeutel holen, duschen und dann zum Brandenburger Tor wo schon Petra und Bernhard mit Renate warten. Ein Bier, ne Wurst und dann gut geschlafen.

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