23.11.2014, Sonntag
Heute ist der 4. Januar 2015,
wir sind fast einen Monat wieder zu Hause. Erst jetzt schaffe ich es, den Rest
unserer Reise aufzuschreiben. Das geschieht jetzt nur stichpunktartig.
Zwischenzeitlich ist in der Adria eine Fähre ausgebrannt, da hätten wir auch
drauf sein können! So richtig können wir einen solchen vernichtenden Brand uns
nicht vorstellen. Auf dem Autodeck waren bei uns mindestens 4 Personen die die
ganze Nacht unterwegs waren und einen entstehenden Brand frühzeitig entdeckt
hätten, zudem haben wir die Sprinkleranlage gesehen. Bei dem Brand in der Adria
müssen viele nicht nachzuvollziehende Dinge zusammen gekommen sein.
7.00 Uhr Ankunft Piräus, auf Hafenparkplatz frühstücken.
Weiter auf der Stadtautobahn Athen/Piräus, kilometerweit sind hier fliegende
Märkte mit Teppichen und allerlei Tand. Es sieht aus, als ob alle Zigeuner
Osteuropas sich hier versammelt haben. Macht irgendwie keinen guten Eindruck.
Kurz vor Lamia sind die Thermopilen, heißes Wasser tritt
hier aus den Felsen, man kann im Freien stundenlang in den Bächen sitzen und
warm baden. Das tun wir dann auch ausführlich. Wohltuend.
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| Wasserfall an den Thermopilen |
24.11.2015, Montag
Umsetzen an eine andere Stelle, gestern waren hier zu viele
Leute, heute weniger.
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| Heiße Typen im Bade |
Heißer als gestern, stundenlang baden ist nicht möglich,
nette Gespräche mit in Deutschland lebenden und arbeitenden Griechen. Wir
werden zum Kaffee zu ihnen nach Hause eingeladen, sie fahren über Winter nach
Braunschweig in ihre Eigentumswohnung zurück. Hier ist doch auch nur Winter und
nicht so geordnet wie in Deutschland. Gespräche zu Verhältnis Griechen zur
Kirche und zum Verständnis der Griechen und Auslandsgriechen zueinander, Welten
liegen dazwischen.
25.11.2015, Dienstag
Von den Thermopilen nach Meteora,
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| Auf den Bergen: Meteora |
gegen 12.00 Uhr kommen wir los, beim Losfahren hatten wir
die Fernsehantenne oben, sind 3 km gefahren, Ergebnis: ab jetzt ohne
TV-Empfang, irgendwas ist kaputt gegangen.
Im Hellen kommen wir in Meteora an, Wetter und Sicht gut,
sehen und Staunen!
26.11.2015, Mittwoch
Alle Klöster abfahren, staunen und ergriffen sein.
Besichtigen des Nonnenklosters Stephanos, weiteres Kloster V…, alle anderen
Klöster werden angefahren und von außen besichtigt, da zu dieser Zeit nicht
alle offen sind. Meteora ist einfach unglaublich, muss man gesehen haben! Wir
sind das zweite Mal hier, es ist vieles renoviert worden, es ist richtig schön
und gut.
Gegen 13.00 Uhr Abfahrt in Richtung Albanien, durch die
griechische Bergwelt, Autobahn A29, Klara weiß den Weg, abbiegen in Richtung
Grenze, auf Autobahn hier kein Hinweis mehr auf Albanien, wir vertrauen Klara.
Irgendwann geht es über eine schmutzige Schotterpiste 12 km weit zur Grenze,
vorbei an einer Autobahnbaustelle. Ein deutsch sprechender Autofahrer meint,
dort kann man fahren, zurück sei ein zu langer Weg.
So schmutzig war unser Auto noch nie.
Ab der Grenze eine toll ausgebaute Fernstraße, alles wirkt
aufgeräumter als in Griechenland, wir sind vom aufstrebenden Albanien
begeistert.
Im nächsten Ort stehen Bernd und Angelika vor einer Bank,
wir tauschen in einer Wechselstube Euro gegen LEK. In Pogradec am Ohrid-See
nächtigen wir direkt an der Strandprommenade.
27.11.2014, Donnerstag
Pogradec besichtigen, nette, aufstrebende Stadt, viele Leute
unterwegs, angenehm. Pogradec war zu albanisch-sozialistischen Zeiten
Urlaubsort für die albanische Elite. Tolle Lage hier am Ohrid-See, den ältesten
und tiefsten See Europas.
Zitat Wikipedia:
Der Ohridsee gehört zu den ältesten Seen der Welt. Sein Alter wird auf 2 bis 5
Millionen Jahre geschätzt, das Vorkommen endemischer Arten (s. u.) lässt auf
eine Entstehung im Pliozän, also vor mehr als 2,6 Millionen Jahren, schließen.
Der See entstand durch einen Grabenbruch. Der Wasserspiegel liegt 695 m über dem
Meeresspiegel.
Der Ohridsee hat eine
maximale Tiefe von 287 Metern. Antike Völker und Stämme wie die Illyrer, die
Makedonen und die Griechen siedelten rund um den See und gründeten die Städte
Lychnidos (heute Ohrid), Enhallon (vielleicht heutiges Struga) und Damastion.
In der illyrischen Stadt Damastion, deren Lage nicht bekannt ist, aber die
durch dort geprägte Silbermünzen überliefert ist, befand sich eine
Silbermine.[7] Die Städte profitierten von Rohstoffen wie Gold und Silber in
der Umgebung. Das Siedlungsgebiet am Ohridsee war umstritten und Schauplatz von
wiederholten Konflikten. Die Makedonen konnten die Region unter Philipp II.
(359–336 v. Chr.) unter ihre Herrschaft bringen.
Am Ohridsee führte in
der Antike auch die Römerstraße Via Egnatia vorbei, die die östliche Adriaküste
mit Thessaloniki und Konstantinopel verband. Um die erste Jahrtausendwende war
Ohrid kurze Zeit die Hauptstadt des bulgarischen Reiches.
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| Die heben wir gegessen |
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| Auf Halbinsel im Ohridsee |
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| Hier wird noch von Hand gefischt |
Gegen Mittag fahren wir weiter in Richtung Norden direkt am
See entlang. Auf gefühlten 20 km wird die Straße komplett erneuert. Die alte
Straße ist weggebaggert, es geht durch eine Baustelle, eine aufgeweichte, stark
zerfahrene Schotterpiste. Unterwegs halten wir an einer „Gaststätte“ an und
essen die berühmte Ohrid-Forelle. In der Baustelle stehen unsere Wohnmobile,
drumherum fährt der gesamte Verkehr in Richtung Landesinnere. Nach dem Essen
geht es weiter in Richtung Adria. Beim Anstieg in die Berge wird aus der Schotterpiste wieder eine befahrbare
Straße und es fährt sich bis nach Berat ordentlich, denken wir. Es ist
inzwischen dunkel geworden und es sind nochmal rund 10 km Straße ohne Straße zu
fahren, z.T. Loch an Loch und waschbrettartig. Aber hier wird gebaut und
irgendwann wird sie wohl fertig werden.
In Berat, UNESCO-Weltkulturerbe, stehen wir mit unseren
Wohnmobilen an der Flußpromenade und genießen das geschäftige Flanieren der
vielen Menschen, die jetzt noch auf der Straße sind. Morgen ist der 70.
Jahrestag der Befreiung Albaniens/Ende des 2. Weltkrieges, das wird hier
gebührend gewürdigt.
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| Burgberg von Berrat |
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| Flaniermeile |
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| Zwist zwischen den Religionen - noch keiner; hoffentlich bleibt das so. |
28.11.2014, Freitag
Besichtigung des Burgberg´s von Berat, tolle Ausblicke auf
den Fluss und die Stadt. Traumhaft. Oben im Cafe ist das Kollektiv einer
Tiraner Firma auf Betriebsausflug. Der aus Tirana mitgebrachte Raki löst die
Zungen, obwohl die Albaner kein englisch können und unser albanisch sehr
rudimentär ist, macht die gemeinsame Unterhaltung ausgesprochen Spaß.
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| Eingang zur Burg |
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| Taverne auf dem Burgberg |
Beim runter gehen kommen wir an einem Gebäude vorbei und
werden zur Besichtigung eingeladen. Durch Envar Hotscha wurde die Kirche der
Oberstadt umgebaut zu einem Feriensitz für den großen Führer. Jetzt befindet
sich unten drin wieder eine griechisch-orthodoxe Kirche. Albanien war ja nach
Definition der kommunistischen Führung das erste atheistische Land der Welt. Ja
und wenn das so ist, dann kann man die kirchlichen/religiösen Gebäude doch
„vernünftig“ nutzen. Diktatur des Proletariats eben. Nein nicht Diktatur des
Proletariats, sondern Diktatur einer feudalkommunistischen Herrscherkaste!
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| Envar Hodschas Wochenendhaus - das war früher eine Kirche |
Weiter nach Bogove, herzlicher Empfang und herzliches
Wiedersehen mit Sunila, Krenar und den Kindern Ambra und Arber.
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| Amber beim Auspacken der Geschenke |
29.11.2014, Sonnabend
Wandern mit Jungen am Fluss, einer konnte sich an die
„Magischen Bleistifte“ von unserem Besuch in der Schule vor drei Jahren
erinnern. Schön!
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| Spaziergang durch Bogove |
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| Krenars Eltern |
Am Abend nach Cerovode zu Melinda, ihrem Mann und den großen
und hübschen Kindern Bruno und Kathi.
30.11.2014, Sonntag
Nach dem Frühstück Verabschiedung von Sunila und Familie.
Über Berat nach Durres. Heute Mittag standen wir in für eine Stunde in Berat
und waren dort auch im Internet. Über WhatsApp bekommen wir ein kurzes Video
zum ersten Advent. Die Sonne scheint, es ist etwas über 20°C, so weihnachtlich
sieht das hier gar nicht aus.
Übernachtung in Durres am Ende der Strandpromenade. Hier
wirft Weihnachten seine Lichter voraus. Die Palmen an den Straßen werden mit
Lichtern geschmückt.
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| Dürres Seebrücke |
1.12.2014, Montag
Von Durres nach Skoder, dort gemeinsam in unserer (hier
haben wir schon 2x gegessen) Gaststätte direkt am Übergang über den Fluss
getafelt. Anschließend weiter nach Montenegro bis nach Kotor. Übernachtung auf
dem Parkplatz direkt an der Bucht von Kotor. Spaziergang in der nächtlichen
Innenstadt.
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| Zum Wein trinken werden wir schon erwartet |
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| Beleuchtete Stadtmauer von Kotor / Cattaro |
2.12.2014, Dienstag
Kotor (Montenegro) nach Starigrad Paklenica (Kroatien, in
der Nähe von Zadar).
Heute müssen/wollen wir Kilometer machen. Früh aufstehen,
feststellen, dass die Schranke vom Parkplatz oben ist, kein Parkplatzwächter
da, also schnell weg bevor es wieder kostet. Weiter um die Bucht von Kotor.
Hier sehen wir an zwei Stellen richtige Wassermassen aus den Bergen
heruntertosen, die letzten Tage hat es oft geregnet. Aussteigen und
fotografieren und filmen. In Herceg Novi nochmal tanken und einkaufen. Hier
gilt der Euro, obwohl Montenegro nicht in der EU ist. Im folgenden EU-Land
Kroatien ist die Kuna das Zahlungsmittel. Immer an der Küste entlang bis
Dubrovnik, dann durch 8 km Bosnien bei Neum um dann wieder nach Kroatien
einzureisen, bis zur Naretva, ab hier dann die neue Autobahn durch Kroatien bis
hinter Zadar. Petra ging es heute an ihrem Geburtstag gar nicht gut und die
Fahrt war für sie eine Tortur. War´s das Essen gestern in Skoder oder gestern
Abend der Wein, keine Ahnung, jedenfalls der Mageninhalt machte sich mehrmals
mit Entleerungen bemerkbar. Einfach nur zum Ko…
In Starigrad Paklenica waren wir vor fast 20 Jahren schon
auf dem Campingplatz. Heute stehen wir vorn am Hafen. Petra geht es wieder besser.
3.12.2014, Mittwoch
Petra hat sich gesund geschlafen.
Wir trennen uns von Angelika und Bernd. Sie werden an der
Küste entlang fahren. Wir fahren über die Autobahn weiter zur Therme Ptuj in
Slowenien. Bemerkenswert war der Aufstieg der Autobahn von Meereshöhe auf die
kroatische Hochebene. Hier geht es auf wenigen Kilometern auf 600 m hoch. Unten
14°C, oben knapp über 0°C. Die kalten Luftmassen fallen an den Bergflanken nach
unten. Wir fahren sehr langsam und haben etwas Angst von einer Bö umgeschmissen
zu werden. Es geht alles gut.
Am Abend in die Therme in Ptuij. Schön warm und entspannend.
4.12.2014, Donnerstag
Fahrtag: Ptuij über Graz, Passau, Regensburg nach Bayreuth.
5.12.2014, Freitag
Nach Berlin zu Evi, Thomas und Willi.
6.12.2014, Sonnabend
Zurück nach Hause: 13.00 Uhr bei km 39 351
Insgesamt: 7814 km
Und heute ist der 20. Februar 2015.
Übermorgen gehen wir wieder auf Reisen, diesmal über Basel, Paris, die
Atlantikküste entlang nach Santiago de Compostello und dann für ungefähr einen
Monat nach Portugal. Die Zeit ist so schnell vergangen und ich hatte keine Muße
den Blog ordnungsgemäß zu beenden. Jetzt zwingt mich die nächste Reise.
Unter
eur-opa2015.blogspot.com
geht´s auf der beschriebenen Route nach Portugal und zurück.

























































