Freitag, 18. April 2014

16. Palau - La Maddalena - zurück aufs Festland


Wir sind rum
12.04.2014, Sonnabend
Auf dem Campingplatz Acapulco - neben uns ein junges Mädchen aus Hamburg, hinter uns kommen noch Surfer ebenfalls aus Hamburg, vorne rechts, nicht zu sehen Surferfamilie aus Belgien

Mit den Rädern fahren wir zum Hafen, kaufen uns bei Delcamare für 18€ Tickets für zwei Personen und zwei Fahrräder und setzen nach La Maddalena über. Das ist wohl typisch italienisch: Es gibt zwei lizenzierte Fährlinien (Delcamare und Saremare), die über den öffentlichen Personennahverkehr subventioniert werden. Beide haben unterschiedliche Preise und die Tickets gelten nicht für beide Fährgesellschaften. Das ist natürlich uneffektiver, Kunden unfreundlich, aber es werden die öffentlichen Gelder breiter verteilt und es werden angeblich mehr Leute beschäftigt. Ich verstehe das nicht so richtig!??
der La Maddalena Archipel, sieben Hauptinseln und viele kleine Inselchen


Der Ort La Maddalena vom Wasser aus
Bei Sonnenschein erkunden wir die Insel mit den Rädern. Die Stadt La Maddalena ist ein richtig schöner Touristenort, viele einladende Gaststätten und Kaffee's, Klamottenläden und Läden für allerlei Krimskram. Nach der Stadt umrunden wir die Insel auf der Rundstraße. Es geht steil hoch und runter, die Ausblicke auf die Nachbarinseln sind überwältigend. Wir müssen immer wieder zum fotografieren anhalten.
Felsen im Wasser

Am Wegesrand

Die nächste Schildkröte in freier Wildbahn

Vorn La Maddalena, sonst überall Inseln

In der Stadt La Maddalena

13.04.2014, Sonntag
Auch heute waren wir mit den Rädern unterwegs. Zuerst fahren wir zum Capo d' Orso, dem Bärenkap. Oben auf dem Gipfel kann man mit etwas Fantasie einen Felsen in Bärenform sehen. Die Felsen sind hier durch den Wind extrem ausgepustet. Rund 5m Überhang in 4m Höhe, beeindruckend.
Am Bärenfelsen von der falschen Seite, übrigens, wir sind so dicht dran, dass man den "Bären" nicht erkennen kann.


Blick durch die Bärentatzen aufs Meer

5m Überstand in 4m Höhe

Nach dem Kaffee trinken auf dem Campingplatz fahren wir in die andere Richtung zum Punta Sardegna. Es geht lange sehr steil bergauf. Wir haben fast das Gefühl nach hinten vom Fahrrad zu fallen. Im ersten Gang bei voller Batteriezuschaltung schaffen wir diese extreme Steigung, einfach klasse diese Elektrofahrräder!
Am höchsten Punkt ist eine gemauerte Plattform,  die Aussicht ist grandios. Wir können bis nach Korsika schauen, sehen unseren Surferhotspot Isuledda Isola dei Gabbiani, die Inseln La Maddalena, Santo Stefano, fast den ganzen Archipel und könnten unsere Auto auf dem Campingplatz sehen, wenn es aus dieser Entfernung denn nicht so klein wäre.
Blick vom Punta Sardegna - links, wenn man es weiß der Supersurfspot - rechts im Dunst Korsika


14.04.2014, Montag
Campingplatz für drei Nächte bezahlen: 54€ ohne Strom, Bargeld aus Bancomat holen und dann die Küstenstraße entlang zur Costa Smeralda. Die Costa Smeralda ist ein Ferienparadies. Die Infrastruktur ist für einen Urlaub in Ferienhäusern und Hotels perfekt. Die Gegend, mit den vielen Buchten und Bergen im Hintergrund, ist genau das was Urlauber brauchen/wollen. Segeln, surfen, Tennis, Golfen, faulenzen, alles ist hier möglich. Die Reichen und Schönen sollen hier ihre Anwesen haben. Für uns ist es mal ganz nett, hier gewesen zu sein, für uns Wohnmobilisten fehlen frei zugängliche Strände, es ist viel zu kultiviert. Aus diesen Gründen finden wir hier keinen Platz zum Übernachten. In der Nähe von Olbia, in Porto Rotondo, ist an einer Doppelbucht vor einer Halbinsel ein angenehmer Park- und Übernachtungsplatz.   
Ü: 41°01'52,9"N, 09°33'20,8"E

15.04.2014, Dienstag
 Langer Strandspaziergang um die Halbinsel Porto Rotondo.

Freundliche Sarden zeigen uns stolz ihren Fang vom Tauchgang - in 3m Tiefe mit dem Dreizack gefangen.
Nach dem Kaffee trinken schaue ich nochmal im Internet nach unserer morgigen Fähre. Sie scheint erst einen Tag später zu fahren, dafür geht aber morgen früh um 9.00 Uhr eine nach Civitaveccia. Der Preis ist etwa der gleiche. Was tun? Nach Olbia zum Hafen und dort erkundigen. Ticket kaufen, 147€  mit 22€ Rabatt, weil wir nicht im Vorverkauf/Internet , sondern hier im Ticketbüro gebucht haben.
Wo übernachten wir? Hier im Hafen und in der Nähe ist vielleicht nicht ganz so gut. Wir suchen südlich von Olbia einen Strandparkplatz und stellen uns zu zwei Österreichern.
Ü: 40°54'30"N, 09°34'15"E, Badebucht / Hundestrand

16.04.2014, Mittwoch
7.00 Uhr aufwachen, 7.30 Uhr abfahren, 8km bis zum Hafen, zu "Imbarco" fahren, wir werden eingewiesen und ruck-zuck stehen wir auf der Wartespur vor der Fähre. Viel Autos sind nicht hier, so dass wir wenig Zeit zum Frühstücken haben. Den Frühstückskaffee schaffen wir gerade und dann müssen wir auf die Fähre rollen.
Unsere Fähre

Petra und die Comic-Figuren

Punkt 9.00 Uhr legt die Fähre ab. Sie schlängelt sich durch die Bucht von Olbia, ein riesen Stahlkoloss, dicht an Felsen und Bojen vorbei. Unglaublich, was die Menschheit so drauf hat.
Um 14.30 Uhr legt die Fähre in Civitavecchia an. Vorher dreht sie fast auf der Stelle im Hafenbecken, viel Platz war da nicht, unglaublich, was diese Technik drauf hat.

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